Stomaversorgung

Stomaanlage und Versorgung

Was ist ein Stoma?
Das Stoma (griechisch: Mund, Öffnung):
Ein Stoma ist eine operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke zur Ausleitung von Stuhl oder Urin. Das Stoma wird angelegt, wenn der natürliche Darmausgang (After) vorübergehend oder gar nicht mehr genutzt werden kann.

Wie kommt es zur Stomaanlage?
Eine Stomaanlage wird dann notwendig, wenn die normale Funktion des Darmes erkrankungsbedingt verändert ist:

  • weil ein Passagehindernis vorliegt; z. B. bei Gewulsterkrankungen, Darmverschluss, Missbildungen oder Entzündungen.
  • weil der normale Darmmechanismus versagt; z. B. bei Geschwulsterkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen.
  • oder ein Darmteil nach einer Operation oder akuten Entzündung stuhlfrei gehalten werden muss; z. B. bei Geschwulsterkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen, Divertikulitis (entzündliche Darmausstülpungen) oder Fisteln.

Formen der häufigsten Stomaanlagen

Colostomie
Die Colostomie ist die häufigste Stomaanlage und wird im linken Unterbauch positioniert, wenn eine Erkrankung die Entfernung des Mastdarms und / oder von Teilen des Dickdarms erforderlich macht.

Illeostomie
Ihre Lokalisation ist meist im rechten Unter- oder Mittelbauch. Hier liegt die erkrankungsbedingte Störung im Bereich des aufsteigenden oder querliegenden Dickdarms, die eine Dickdarmausleitung unmöglich macht. Eine Stomaanlage des Dünndarms wird erforderlich.

Stomapflege
Ihr Wohlbefinden und Ihre persönlich empfundene hygienische Sicherheit hängen von einer optimalen Stomaversorgung ab. Der erste Schritt dorthin ist die Hautreinigung.

Bereiten Sie sich alle benötigten Artikel griffbereit vor:

  • unsterile Kompressen
  • Wasser und unpafümierte Seife oder Skin Lotion, Beutel (evtl. mit von Ihnen schon ausgeschnittener Lochöffnung)
  • evtl. Hautschutzlösung
  • zur Ausgleichung von Hautunebenheiten eine Stomapaste
  • evtl. Elektro- oder Einmalrasierer
  • evtl. Spiegel
  • Entsorgungsbeutel

 

Wichtig! Verwenden Sie bitte:

  • kein Benzin = Gefahr von Hautirritationen, Entzündungen und Austrocknung der Haut
  • kein Aether = Gefahr von Hautirritationen, Entzündungen und Austrocknung der Haut
  • keinen Pflegeschaum = Gefahr von Hautirritationen, Entzündungen und Austrocknung der Haut
  • keine Desinfektionsmittel = Gefahr von Hautirritationen, Entzündungen und Austrocknung der Haut
  • keine Enthaarungscreme = Allergiegefahr
  • keine Salben, Fette, Öle = nicht mehr haftende Versorgung
  • keine Schwämme, Waschlappen = drohende Pilzinfektion
  • kein WC Papier, Zellstoff = Krümel bleiben auf der Haut

Allergische Reaktion auf eine Stomaversorgung mit Pflasterrand - das muss nicht sein. Wir empfehlen Ihnen den Wechsel des Versorgungssystems mit Einsatz eines 2teiligen pflasterfreien Systems + Hautschutzpaste. So kann die Reaktion der betroffenen Hautbezirke in Ruhe abklingen.

Auch bei diesen Komplikationen wird eine sichere Versorgung durch Stomatherapeuten aus unserem Haus gewährleistet.

Sprechen Sie uns an:
Sigrid Dautzenberg
• Wundmentorin
• Stomatherapeutin
• examinierte Krankenschwester
• 0172/ 426 526 0
• 02162-3739755 
care@lettermann.de 


Wir beraten Sie gerne.

 

 


Vertrauensservice

Betreuung durch unsere examinierten Krankenschwestern und Pfleger.

Bei Fragen zu
  • Wundversorgung
  • Stomaversorgung
  • enterale Ernährung
  • Inkontinenzversorgung

wenden Sie sich bitte an:
Sigrid Dautzenberg


Frau Nadine Sluka

- Wundmentorin
- Stomatherapeutin
- examinierte Krankenschwester
- 0172/ 426 526 0
- 02162-3739755
- care@lettermann.de 

HomeCare

Stomaversorgung durch Lettermann HomeCare

Betreuung durch unsere examinierten Krankenschwestern und Pfleger

  • Betreuung prä- und postoperativ, selbstverständlich mit Anleitung zur Selbstversorgung
  • Präoperative Aufklärungsgespräche und Stomamarkierung.
  • Postoperative Patientenanleitung schon im Krankenhaus und auch zu Hause.
  • Organisation der Erst- und Weiterversorgung.
  • Individuelles Einstellen mit Stomaartikel für jeden Patienten.
  • Beratung bei Fisteln.
  • Hilfe bei der Beantragung von Rezepten und Dauergenehmigungen.
  • Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten.

 

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