Skolioseorthesen
Skoliose
Die Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der
Wirbelsäule, also eine Abweichung von der idealen
Mittellinie, die weder aktiv noch passiv vollständig
ausgleichbar ist.
Die Skoliose führt zu einer Fehlstatik der Wirbelsäule. Die
zunehmende während der Wachstumsphase Verkrümmung der
Wirbelsäule ist im Allgemeinen gleichzeitig mit einer
zunehmenden Versteifung verbunden. Nicht verwechselt werden darf
diese krankhafte Verkrümmung mit den normalen Kurven der
Wirbelsäule, die man bei seitlicher Betrachtung erkennen kann.
Wie entsteht eine Skoliose?
Im
Allgemeinen ist die Ursache der Wirbelsäulenverkrümmung
unbekannt (idiopathische Skoliose). Die Verkrümmung der
Wirbelsäule (Skoliose) kann jedoch auch angeboren sein.
Neuromuskuläre Skoliosen durch neurogene ( infantile
Cerebralparese mit Spastik) oder muskuläre ( Spinale
Muskelatrophie) Ursachen stellen eine Sonderform dar. Bei den
idiopathischen Skoliosen sind Mädchen häufiger betroffen, die
Skoliose tritt am häufigsten kurz vor und in der Pubertät auf.
Wie erkennt man Wirbelsäulenverkrümmungen?
Häufig sind bei Patienten ein ungleicher Stand von Schultern und
oder Becken mit Beinlängendifferenz, aber auch eine schräge
Kopfhaltung zu beobachten. Beim Bücken können ungleiche Form und
Höhe von Schulterblättern und Rippen ( Rippenbuckel) mit einer
Asymmetrie der Taille festgestellt werden.
Wann sollte ein Röntgenbild anfertigt werden?
Ergeben sich bei der körperlichen Untersuchung Anhaltspunkte für
eine Skoliose, sollten Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule
angefertigt werden, da nur dadurch Art und Ausmaß der Skoliose
erkannt werden können.
Welche Behandlung?
Die Behandlung ist zunächst konservativ und abhängig vom Ausmaß
der Skoliose. Die Festlegung des Schweregrades erfolgt bei
leichten Skoliosen im Rahmen der orthopädischen Untersuchung und
der Bestimmung des Skoliosewinkels im Röntgenbild. Bei einem
therapiebedürftigen Skoliosewinkel bis 20 Grad sollte eine
intensive Krankengymnastik zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur
und Dehnung der verkürzten Rückenmuskulatur in die Aufrichtung
durchgeführt werden. Bei Winkelgraden zwischen 20 und 40 Grad
sollte zusätzlich ein korrigierendes Korsett getragen werden.
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